Längsbiegung: Camber und Rocker

Längsbiegung: Camber und Rocker

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, gibt es Longboards nicht nur in allen Farben, sondern auch allen Formen. Die Form und Biegung des Decks sind entscheidend für den Stil, den du mit deinem Longboard fahren willst. Die zwei Varianten der Längsbiegung des Longboards nennt man Camber und Rocker. Was man darunter versteht, erfährst du hier.

Zunächst einmal ist es wichtig, zu wissen, dass sowohl Camber als auch Rocker längliche Biegungen des Decks sind. Sie haben also nichts mit Begriffen wie Radial, Progressive oder Convex zu tun. Der Unterschied zwischen den beiden Formen ist relativ schnell erklärt:

  • Camber = Biegung nach oben
  • Rocker = Biegung nach unten

Wie du dir wahrscheinlich schon denken kannst, haben Camber- und Rocker-Biegungen große Einflüsse auf das Fahrverhalten deines Longboards. Die meisten Longboarder nutzen die Rockerboards – Camberlongboards sieht man seltener. Aber: Wie immer ist der Fahrstil entscheidend, sodass auch Camber-Boards die richtige Wahl sein können.

Camber für Freerider und Rocker für Downhiller

Camber-Boards sind sehr beliebt, weil sie durch die hohe Wölbung flexiger sind und so auch beim Fahren von Turns unterstützen. Aus diesem Grund kommen vor allem Freeride-Boards mit einer Camber-Biegung daher. Wichtig: Dein Gewicht drückt die Wölbung nach unten, sodass du (abhängig davon, was du auf die Waage bringst) auf einer ebenen Fläche stehst, die flexibel ist.

Das genaue Gegenteil dazu stellen Rocker-Boards dar. Diese Form der Längst-Biegung bewirkt, dass der Standpunkt des Longboarders besonders tief liegt. Das ist ein Vorteil, den besonders Downhill-Fahrer sehr zu schätzen wissen, denn: Das Pushen wird einfacher, was mehr Stabilität und Geschwindigkeit garantiert. Auch Slides gelingen besser.

Welche Längsbiegungen die richtige für dich ist, ist ohne dich zu kennen, immer schwer zu sagen. Am besten ist immer „probieren über studieren“ – stell dich einfach mal auf ein Longboard mit Camber- oder Rockerbiegung und überleg dir, welchen Stil du fahren willst. Dann wird die Entscheidung sehr viel schneller sehr viel einfacher. Versprochen.